Geisteswissenschaften
Das geisteswissenschaftliche Programm von Optimedien ist der Ort für kritische Reflexion, historische Analyse und die Dokumentation kulturellen Erbes. Wir bieten einen Publikationsrahmen für Dissertationen, Habilitationen und Monografien, die sich der Erschließung von Quellen und der Deutung komplexer ideengeschichtlicher Zusammenhänge widmen. In einer Disziplin, in der das gedruckte Buch und die dauerhafte Verfügbarkeit von Texten eine zentrale Rolle spielen, sichern wir durch eine präzise editorische Begleitung und hochwertige Herstellung die Zitationsfähigkeit und Bestandskraft Ihrer Forschung. Wir verstehen uns als Partner für eine Wissenschaft, die den Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart lebendig hält.

Thematische Schwerpunkte
Das Programm in den Geisteswissenschaften umfasst Altertumswissenschaft, Anthropologie, Archäologie, Ethik, Filmwissenschaft, Geschichte, Islamwissenschaft, Kulturwissenschaft, Kunstwissenschaft, Musikwissenschaft, Pädagogik, Philosophie, Religion, Sportwissenschaft, Sprach- und Literaturwissenschaft, Theaterwissenschaft und Theologie. In diesen Feldern ist wissenschaftliches Arbeiten oft eng an methodische Transparenz, sorgfältige Zitierpraxis und den nachvollziehbaren Umgang mit Quellen, Editionen oder Bildrechten gebunden. Ergänzend spielt die eindeutige Zuordnung von Autor:innenschaft und Werkidentität eine praktische Rolle – etwa in Bibliothekskatalogen, Datenbanken und Forschungsinfrastrukturen. Deshalb werden Identifikatoren wie ORCID, ISNI und GND dort, wo sie vorliegen oder sinnvoll eingesetzt werden können, als Teil einer sauberen Metadatenpraxis mitgedacht, um Auffindbarkeit, Nachweisbarkeit und korrekte Zuschreibung im wissenschaftlichen Betrieb zu unterstützen.
Schriftenreihen
Schriftenreihen sind für Herausgeber:innen ein etabliertes Format, um Forschungsfelder über mehrere Bände hinweg zu strukturieren: Sie schaffen Kontinuität, ermöglichen thematische Schwerpunktsetzungen und erleichtern es, Beiträge verschiedener Autor:innen in einem nachvollziehbaren Rahmen zusammenzuführen. Typische Reihenprofile lassen sich beispielsweise an Titeln wie Cologne Occasional Papers on International Peace and Security Law, RETURNAL oder Studien zur deutschen Sprach- und Literaturwissenschaft illustrieren: Der Mehrwert entsteht weniger durch die bloße Bündelung, sondern durch ein klares Konzept, ein konsistentes Editorial und nachvollziehbare Standards. Bei Optimedien können Herausgeber:innen neue Reihen aufsetzen, aber auch bestehende Reihen transferieren, wenn sich Zuständigkeiten, Arbeitsabläufe oder Publikationsmodelle verändern sollen. Je nach Fachkultur und Reihenprofil können Peer-Review-Verfahren als Bestandteil der Qualitätssicherung eingesetzt werden, ergänzt durch transparente redaktionelle Prozesse und verbindliche Richtlinien.
E-Book und Open Access
Veröffentlicht wird in Print, als E-Book oder in kombinierten Modellen. Gerade bei digitalen Ausgaben und Open-Access-Konstellationen ist die Unterscheidung zwischen Preprint, Postprint (Accepted Manuscript) und Version of Record relevant: Je nachdem, in welcher Form ein Text verbreitet wird, unterscheiden sich Zitierbarkeit, Layout-Identität und rechtliche Rahmenbedingungen. Open Access kann dabei in unterschiedlichen Ausprägungen umgesetzt werden – von Gold Open Access über Diamond/Platinum Open Access bis hin zu Hybrid Open Access; daneben ist Green Open Access im Sinne der Zweitveröffentlichung insbesondere dann wichtig, wenn Autor:innen parallel zu einer Verlagsveröffentlichung eine repositorybasierte Verfügbarkeit anstreben.
Das Zweitveröffentlichungsrecht wird bei Optimedien vertraglich im Verlagsvertrag gewährleistet. Für Zeitschriftenbeiträge gilt dabei eine Embargofrist von 12 Monaten, für alle anderen Publikationen eine Embargofrist von 24 Monaten. In der Praxis ist damit klar geregelt, ab wann eine Zweitveröffentlichung möglich ist und welche Fassung hierfür herangezogen werden kann – ohne die Referenzfunktion der Version of Record zu unterlaufen und ohne Unklarheiten in der weiteren wissenschaftlichen Nutzung zu erzeugen.
Zeitschriften
Zeitschriften arbeiten anders als Reihen: Sie bilden nicht primär Langstreckenprogramme ab, sondern bringen Forschung in kürzeren Rhythmen in den Diskurs – häufig über thematische Schwerpunkte, Dossiers, Editionsrubriken, Forschungsberichte oder methodische Debatten. Für Herausgeber:innen stellt sich dabei typischerweise die Aufgabe, Einreichungs- und Entscheidungsprozesse so zu gestalten, dass sie fachlich belastbar, organisatorisch handhabbar und nach außen transparent sind. Dazu gehören passende Begutachtungsmodelle (von editorial review bis zu formalisierten Peer-Review-Verfahren), klare Autor:innenrichtlinien sowie ein verlässlicher Rahmen für Fragen der Integrität. Ein Ethikkodex ist hier nicht „Zusatz“, sondern Praxisgrundlage – etwa für den Umgang mit Autor:innenschaft, Interessenkonflikten, Quellen- und Bildrechten, sensiblen Materialien und der Nachvollziehbarkeit redaktioneller Entscheidungen. In diesem Zusammenhang gehört auch der Umgang mit Plagiaten und die Plagiatsprävention zu den zentralen redaktionellen Pflichten.

Publizieren in den Geisteswissenschaften
Publizieren in den Geisteswissenschaften bedeutet, Interpretation und Belegführung so zu verbinden, dass Dritte die Argumentation prüfen, weiterführen oder gezielt widersprechen können – nicht nur im unmittelbaren Publikationsmoment, sondern auch Jahre später. Für Autor:innen und Herausgeber:innen stellt sich dabei in der Praxis weniger die Frage nach „möglichst schnell veröffentlichen“, sondern nach einem Publikationsrahmen, der die eigene Arbeit in eine stabile, zitierfähige Form überführt: mit klarer Struktur, präzisen Referenzen, konsistenter Terminologie sowie – je nach Gegenstand – einem reflektierten Umgang mit Editionen, Übersetzungen, Bildmaterial oder Archivquellen. Optimedien ist für solche Vorhaben dann interessant, wenn Sie eine Veröffentlichung anstreben, die fachlich seriös betreut, organisatorisch verlässlich umgesetzt und im wissenschaftlichen Betrieb sauber nachweisbar ist ohne bei Standards, Richtlinien und Abläufen jedes Mal neu beginnen zu müssen.




